Wie geil Internet Explorer sein könnte
Die leidige Browserdiskussion wurde schon so oft ausgetragen, es werden dabei Ansichten und Meinungen aufgezählt, Vorteile und Nachteile aufgelistet, Fakten und Glaube präsentiert, aber schlussendlich entscheidet am Ende jeder für sich selbst.
Doch die Problemanfragen im Forum betreffend Internet Explorer (IE) häufen sich. Es ist nicht unlogisch – mehr als die Hälfte aller User erkundet das Web mit IE. Es deutet nur darauf hin, wie verbreitet IE ist und wie wichtig die IE-Komformität demnach ausfällt.
… Ajax Anwendung funktioniert im IE nur beim ersten Mal …
… XMLHttpRequest Problem im IE …
Internet Explorer ist nach wie vor der meistgenutzte Browser und fast jeder hat schon mal mit IE zu tun gehabt. Diese Dominanz bedeutet unter anderem, dass man sich als Webentwickler unbedingt auch mit IE beschäftigen muss, wenn man nicht auf die gut 60% der Surfer verzichten will, die mit IE unterwegs sind. Das kann sich kein Entwickler leisten und es ist auch nicht der Zweck der Sache. Also, ob man will oder nicht, kommt man am IE nicht vorbei.
Also, wenn es MS schon schafft, die Entwickler dazuzubringen, sich mit IE auseinanderzusetzen und Probleme zu lösen, müssten sie dann diese Lösungen doch nur noch durchprüfen und in den IE implementieren, oder? Demnach müsste eigentlich IE der geilste Browser der Welt sein, den Alle gerne benutzen und mit dem die Webentwickler gerne täglich arbeiten, weil er so gut ist.
… Request hängt im IE …
… insert.before läuft im IE nicht …
Der Mensch ist nämlich ein Gewohnheitstier und solange eine Anwendung seine Bedürfnisse befriedigen kann, wird er nicht nach anderen Lösungen suchen. Alle von den Entwicklern erarbeiteten und bewährten Lösungen müssten nur noch implementiert werden und es gäbe keinen Grund irgendein Firefox, Flock oder Opera zu entwickeln, wenn man ein Werkzeug hätte, dass das einhält, was es verspricht.
… im FF geht’s, im IE nicht …
… IE gegen den Rest der Welt …
Und trotzdem gibt’s immer mehr Browser mit ständig wachsender Popularität. Soll das etwa der Beweis sein, wie gut IE ist?!
PS:
Bemerkenswert ist noch, dass wenn man nach “firefox” im Forum sucht,
findet man auch die meisten Threads mit “ie” als Keyword,
was davon zeugt, daß es sich schon ziemlich eingelebt hat,
FF als gültige Vergleichs-Referenz zum IE zu nehmen …
Es ist gut so.

























Mark (LuiG) sagt
am 5. Januar 2007 @ 09:25
Hi!
Auf jeden Fall ist es sehr gut, dass der Firefox und auch ein wenig der Opera immer mehr zur Konkurrenz für den Internet Explorer werden. Denn nur dadurch können seine Entwickler zur Verbesserung bewegt werden.
Nicht umsonst gab es jahrelang nur den IE6, aber keine neue Version in Sicht! Denn warum ein Produkt kostenintensiv weiterentwickeln, wenn es doch so sehr etabliert ist, dass Konkurrenz eigentlich garnicht vorstellbar ist. Und warum ein Produkt verbessern, dass doch alles sehr gut bis perfekt macht !?
Ich glaube der plötzliche und wohl unerwartete Erfolg eines neuen Fuchses im Wald war der nötige Ansporn den IE auf die neue Leistungsstufe 7 zu bringen und ich denke es hat sich gelohnt. Denn dieser neue IE ist wirklich ein ganzes Stück besser als der alte 6er. Natürlich kein perfekter, aber doch ein sehr guter und meines Erachtens auch empfehlenswerter Browser. (Obwohl ich selbst auch den FF bevorzuge.)
Problematisch ist vorallem, dass der IE im Unternehmensbereich oft schlichtweg Standard ist und teilweise sogar von Software kein anderer Browser zugelassen wird (SAP setzt da teilweise enge Grenzen).
In diesem Sinne,
Mark
der Jörchen sagt
am 5. Januar 2007 @ 14:40
Also ich kann es einfach nicht verstehen. Microsoft versucht doch, jetzt mit Vista, Marktführer zu bleiben und neue Maßstäbe zu setzen. Hunderte Entwickler saßen mehrere Jahre daran. Der mitgelieferte Browser setzt zwar auch Maßstäbe, aber eher im negativen Sinn. Dabei wäre das für eine so große Firma doch kein Problem.
Aber was mir aufgefallen ist: Apple ist da auch nicht besser! Die Engine des Safari Webbrowser, welcher in den Mac Systemen mit ausgeliefert wird, ist meines Erachtens nach sogar noch schlechter, als die von Microsoft. Auch dies wurde schon mehrmals im Forum behandelt. Aber hier ergibt sich der große Unterschied: Safari nutzen vielleicht 1-2% aller Internetnutzer. Ein ausschließen ist somit kein großes Problem.
Vielleicht steckt hinter den schlechten Browsern ja eine Verkaufstrategie, welche wir nur noch nicht verstanden haben
Gruß,
der JÖrchen
MasterEvil sagt
am 5. Januar 2007 @ 15:01
‘Vielleicht steckt hinter den schlechten Browsern ja eine Verkaufstrategie, welche wir nur noch nicht verstanden haben’
Genau so ist es!
Microsoft hat bestimmt keine Lust mehr für den IE Support zu leisten. Ständig muss man sich um neue Standards kümmern und irgendwelche tollen Features einbauen :p
Also einfach die Kunden vergraulen schon hat man weniger Sorgen
Aber mal ganz ehrlich, so schlecht ist der IE garnicht. Das Problem sind halt die W3-Standards die er nicht immer ganz korrekt interpretiert :p
Die zusätzlichen ActiveX Möglichkeiten sind teilweise sogar ziemlich cewl aber was will man damit wenns eben nur in diesen einem Browser läuft
Es müsste einfach eine Richtlinie her die genau festlegt wie ein Browser Daten darzustellen hat, kann er das nicht 100% so, wie es beschrieben ist so darf sich dieses Programm nicht Webbrowser nennen.
Die Richtlinien des W3C sind ja leider nicht zwingend ;(
zepho sagt
am 6. Januar 2007 @ 06:07
also es ist ja allgemein bekannt, das das W3C mehr oder weniger die richtlinien legt was css, xhtml,xml und html (etc.) angeht. warum liefern die nich eine art Source DB, wo nicht nur die DOCType zu finden ist, sondern auch auszeichnungsbezogenes browserverhalten???
Das mag jetzt vll. etwas verwirrend klingen, aber denkt mal nach: würden die die Basics ausgeben, könnte jeder Hersteller noch seinen senf dazugeben (tabbing, etc.)und es wäre sichergestellt das jeder browserzumindest seinen grundjob verrichtet: korekt anzeigen.
Möglicherweise stelle ich mir das zu einfach vor, aber würde ein paar leute vom W3C sich auftun, sowas zu machen….
wenn, wenn, wenn
Friedrich sagt
am 6. Januar 2007 @ 10:13
Das erinnert mich an einen alten Blogeintrag von mir:
http://www.schoenmann.org/archives/108-Internet-Explorer-benutzt-Gecko-Engine-von-Mozilla.html
Darin habe ich vorgeschlagen, eine gemeinsame Engine für alle Browser zu verwenden. Da meines Erachtens die Mozilla Engine am weitesten fortgeschritten und OpenSource ist, würde ich diese nehmen. Die Aufgabe des W3C wäre dann nicht nur Standards zu definieren, sondern diese gleich in der Engine umzusetzen! Alle Browser würden diese Engine dann integrieren und man könnte sicher sein, dass jeder Browser alles standardkonform und gleich interpretiert. Die GUI kann natürlich jeder Hersteller nach wie vor nach seinen Wünschen gestalten.
Das würde doch einen Haufen Probleme lösen, oder nicht?
der Jörchen sagt
am 6. Januar 2007 @ 14:39
Jap, da bin ich deiner Meinung. Aber trotzdem ist Microsoft ein kommerzielles Unternehmen und Windows ein kommerzielles Produkt. Wenn diese nun die freie (unter der GPL ?) Gecko-Engine mitverkaufen würden, dann gäbe das sicherlich größte Proteste und weitere Probleme. Zudem würde es Microsoft in seiner Dominanz beschneiden (“Die sind zu blöd für einen eigenen Browser…”). Aber das ist jetzt ja auch schon so
Es würde sicher viele Probleme lösen, aber ich denke, dass das unmöglich ist und nie eintreten wird.
@Friedrich: Du hast einen eigenen Blog!? Warum weiß ich nichts davon? Sieht nach richtig guten Beiträgen von dir aus, interessant
Gruß,
der Jörchen!
Anonymous sagt
am 8. Januar 2007 @ 09:25
Wie geil Internet Explorer sein könnte…
Wenn es MS schon schafft, die Entwickler dazuzubringen, sich mit IE auseinanderzusetzen und Probleme zu lösen, müssten sie dann diese Lösungen doch nur noch durchprüfen und in den IE implementieren. Demnach müsste eigentlich IE der geilste Browser…
Reset sagt
am 8. Januar 2007 @ 12:33
Wenn alle Browser die selbe Core Library benutzen, das wäre toll. Dann können die Trojaner, Viren und alle Spyware, auch die selbe Core Libraries benutzen. Da wären alle superglücklich.
Friedrich sagt
am 8. Januar 2007 @ 12:37
Was haben Trojaner mit Webstandards zu tun? Es würde dann auch in Zukunft noch so sein, dass Browserhersteller fehlerhafte bzw. unsichere Implementierungen der Core Libraries bereitstellen. Schuld daran sind aber nicht die Core Libraries, die sind ja lediglich dafür da, Webstandards zu interpretieren. Außerdem sollten die Standards schon so sicher wie möglich umgesetzt werden. Also sehe ich dein Problem nicht ganz.
Reset sagt
am 8. Januar 2007 @ 14:35
@Fridrich :
Was haben Trojaner mit Webstandards zu tun? Nichts! -> Was haben Trojaner mit der Implementierungen von Webstandarts zu tun? Viel! -> Was haben fehlerhaft Implementierungen der Webstandards mit Trojanern zu tun? Alles! -> Gibt es fehlerfreihe Implementierungen die Webstandarts interpretieren? Theoretisch ja, praktisch ist es noch keinem gelungen.
Also ich sehe mein Problem ziemlich klar. Wenn alles nur so sicher wie möglich ist, ist es dann auch so sicher wie nötig?
Reset sagt
am 8. Januar 2007 @ 14:39
Nachtrag:
Wenn alle die selben Core Libraries nutzten, brauchen sich Hacker die sich auf dieses Stück Code konzentrieren, keine Gedanken mehr zu machen, welchen Browser sie angreifen, weil alle, ausgehend von dieser Library, angreifbar wären.
MasterEvil sagt
am 8. Januar 2007 @ 15:07
entsprechend könnten sich aber auch alle Entwickler darauf konzentrieren nur diese eine Library so sicher wie möglich zu machen
Wenn es denn nur eine gäbe und diese auch noch OpenSource, dann wären die Bugs in allen Browsern so schnell gefixed das für die Kiddies eben kaum noch Browser da sind die Zugang gewähren *hrrhrr*
bit2bit sagt
am 8. Januar 2007 @ 20:44
Zitat – http://www.nomoreiehacks.org :
“… Do some googling and you’ll turn up a lot of complaints from developers about Microsoft’s refusal to support standards, in particular CSS standards … websites aren’t suppose to be supporting browsers. Rather it should be the other way around, browsers should be supporting all websites by striving to correctly and completely implement standards …”
Anonymous sagt
am 13. Januar 2007 @ 08:44
Wie geil Internet Explorer sein knnte…
Internet Explorer ist der meistgenutzte Browser und fast jeder hat schon mal mit IE zu tun gehabt. Diese Dominanz bedeutet auch, dass man sich als Webentwickler unbedingt mit IE beschftigen muss, wenn man nicht auf die gut 60% der Surfer verzichten wil…
Pligg sagt
am 13. Januar 2007 @ 08:45
Wie geil Internet Explorer sein könnte…
Internet Explorer ist der meistgenutzte Browser und fast jeder hat schon mal mit IE zu tun gehabt. Diese Dominanz bedeutet auch, dass man sich als Webentwickler unbedingt mit IE beschäftigen muss, wenn man nicht auf die gut 60% der Surfer verzichten w…
tecM0 sagt
am 15. Januar 2007 @ 19:14
auch spammer wissen das…da hatte doch eben eine spam-mail folges subject:
“Text Size on Internet Explorer.”
simon sagt
am 16. Januar 2007 @ 08:42
Vergleichsreferenz? Natürlich. Wohl eher das Maß aller Dinge. Opera mag zwar im rendern der Pages einen Tick schneller sein (hat man mir gesagt), aber mal abgesehen von der Kompatibilität: Bei mir kommt nichts anderes mehr auf die Kiste als ein Firefox mit Adblock Plus, Filterset Updater, und Customize Google.
think!! sagt
am 20. Januar 2007 @ 16:39
Dazu gehört einfach dieser Link:
http://www.msfirefox.com/
Das ist nur ein Scherz, dieser ist aber sehr überzeugend aufgebaut.
Julius Firl sagt
am 4. Februar 2007 @ 22:33
…aber nicht ist!